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Mythbuster

Kollagen-Supplemente sind wirkungslos für Sehnen und Gelenke, da sie wie normales Protein verdaut werden.

1. Januar 20174 Min. LesezeitGrow Fit Academy

Kurzfassung

Kollagenpeptide werden zwar verdaut, erhöhen aber die Blutkonzentration von Glycin und Prolin und können in Kombination mit Vitamin C und einem mechanischen Trainingsreiz die Kollagensynthese in Sehnen und Bändern anregen. Der Mythos "wirkungslos" ist damit zu einfach – entscheidend sind Timing, Dosis und begleitende Belastung.

Primärquelle

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https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27852613/

Mythbuster: Kollagen-Supplemente sind wirkungslos für Sehnen und Gelenke, da sie wie normales Protein verdaut werden.

Der Mythos

Kollagen-Supplemente sind wirkungslos für Sehnen und Gelenke, da sie wie normales Protein verdaut werden.

Was die Evidenz sagt

Spezifische bioaktive Kollagenpeptide in Kombination mit Vitamin C vor dem Training können die Glycin- und Prolinkonzentration im Blut so erhöhen, dass die Kollagensynthese in Sehnen und Bändern gezielt angeregt wird, was bei der Reha von Sehnenpathologien hilft.

Praxis: Konkrete Umsetzung

Der Mythos stimmt so nicht: Kollagenpeptide werden zwar verdaut, aber dabei entstehen kurzkettige Peptide und Aminosäuren (v. a. Glycin, Prolin, Hydroxyprolin), die messbar im Blut ansteigen. In Kombination mit Vitamin C und einem mechanischen Reiz (Training/Reha-Übung) kann das die Kollagensynthese in Sehnen und Bändern anregen. Entscheidend sind also Timing, Dosis und der begleitende Reiz – nicht das Supplement allein.

Beispiel A — Wochenplan (Sehnen-Reha, z. B. Achillessehne oder Patellasehne)

Tag Kollagen-Timing Begleitender Reiz
Mo 15 g Kollagenpeptide + 50 mg Vitamin C, 30–60 Min vor Belastung Isometrische Sehnenübung (z. B. 5 × 45 s halten)
Di – Leichte Mobilität, Alltagsbewegung
Mi 15 g + Vitamin C, 30–60 Min vor Belastung Schwere, langsame Kraftübung (z. B. 3 × 8–12 Wdh.)
Do – Regeneration
Fr 15 g + Vitamin C, 30–60 Min vor Belastung Isometrie oder plyometrischer Reiz (je nach Phase)
Sa – Optional leichte Aktivität
So – Ruhetag

Die Supplementierung wirkt nur als Verstärker des Trainingsreizes – ohne Belastung kein relevanter Synthese-Anstieg.

Beispiel B — Ausführung & Coaching-Cues

  • Timing: 30–60 Minuten vor der geplanten Sehnenbelastung einnehmen, damit die Aminosäurekonzentration im Blut zum Trainingsbeginn erhöht ist.
  • Vitamin C: ca. 50 mg (z. B. ein Glas Orangensaft oder eine niedrig dosierte Tablette) – Vitamin C ist Cofaktor der Kollagensynthese.
  • Form: hydrolysiertes Kollagen (Peptide) statt ganzem Kollagen, da es schneller resorbiert wird.
  • Dosis: in Studien meist ca. 15 g Kollagenpeptide bzw. gelatinereiche Präparate – als Orientierung, nicht als starre Grenze.
  • Reiz setzen: Die Übung muss die betroffene Sehne tatsächlich belasten (Zugspannung), sonst bleibt der Effekt aus.
  • Geduld: Sehnenumbau dauert Wochen bis Monate – nicht nach 3 Tagen Wirkung erwarten.

Beispiel C — Mikrozyklus (4 Wochen, Aufbau)

Woche Fokus Kollagen/Vitamin C Sehnenreiz
1 Gewöhnung 3× pro Woche Isometrien, niedrige Intensität
2 Aufbau 3× pro Woche Isometrien + langsame Kraft
3 Belastung 3–4× pro Woche Schwere langsame Kraft
4 Integration 3× pro Woche Kraft + erste plyometrische Reize

Ideal: Kollagenpeptide (ca. 15 g) + Vitamin C 30–60 Min vor jeder gezielten Sehnenbelastung, kombiniert mit progressivem Reha- oder Trainingsplan über mindestens 8–12 Wochen.

Gut genug: Kollagen vor den wichtigsten 2–3 Trainingseinheiten pro Woche, Vitamin C über die Ernährung, Fokus auf saubere progressive Belastung.

Erster Schritt: Eine Portion Kollagen + Vitamin C vor der nächsten Sehnenübung einnehmen und den Reiz dokumentieren – dann nach 4 Wochen Wirkung und Verträglichkeit bewerten.

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Häufige Fragen

Reicht Kollagen allein, um Sehnenprobleme zu lösen?

Nein. Kollagen ist nur ein Verstärker des Trainingsreizes. Ohne progressive, sehnenspezifische Belastung über Wochen bis Monate ist kein relevanter Umbau zu erwarten. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

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